• Trial – ein Sport für Rentner?

    Prolog

    Es ist ein heißer Frühlingstag im April 2018 und mein 4. Trialwettbewerb dieses Jahr. Im letzten Jahr war ich schon mal dabei hier in Peißenberg. Die Sektionen sind ähnlich, aber sie kommen mir schwieriger vor als im letzten Jahr. Obwohl ich das Gefühl habe, doch ein wenig dazugelernt zu haben, liegt meine Leistung auf einem ähnlichen Level als im Jahr zuvor.
    Nach einem Wadenmuskelabriss habe ich mich entschieden, zumindest die erste Hälfte dieser Saison noch in der roten Spur zu bleiben. Gut so, denke ich mir, nachdem ich die Sektionen abgegangen und dabei auch die schwarze Spur analysiert habe. Die Hälfte davon kann ich mir nicht vorstellen zu fahren, da fehlt es noch an Präzision.

    Ich bekomme vom Observer das Zeichen, dass ich starten kann. Es geht auf Erde und faustgroßen Kieseln in die Sektion, dann folgt eine enge 180-Grad Kehre, zurück bis über den Startpunkt hinaus, dann eine 160-Grad Kehre in den Hang und den über eine ausgewaschene Rinne über mehrere Stufen ca. 20m steil hinauf. Oben an der Hangkante eine 90-Grad Kehre nach rechts und dann noch ein paar Mezer bis zum Ende der Sektion.
    Yesss!! Diesmal (in der 2. Runde) habe ich es tatsächlich geschafft, ohne einen Fuß zu setzen. Der Stolz über die fehlerfreie Sektion hält nur bis zur dritten Runde, wo ich gleich zwei Füße setze.

    Nachdem ich den Wettbewerb beendet habe, sehe ich den Fahrern in den schwierigen Spuren grün, blau, weiß und gelb zu, die erst am Nachmittag starten. In der gleichen Sektion, die ich beschrieben habe, sehe ich der Jule Steinert zu, die in der blauen Spur unterwegs ist. Der Anfang ähnlich: Rein in die Sektion, eine 180-Grad Kehre, dann muss sie aber gleich schräg in den Hang und kommt erst weiter oben in die Rinne, die sie auch bald wieder verlassen muss. Es geht wieder runter bis zum Anfang des Hangs, dann etwas weiter hinten gerade nach oben. Die letzten 3 Meter sind mit Rundhölzern befestigt und annähernd senkrecht. Nach der Hangkante bleibt dann gerade mal eine Motorradlänge Platz bis zu einem Zaun, hinter dem die Zuschauer am Geschehen teilnehmen. Also 90 Grad nach rechts – aber dann nicht einfach zum Sektionsende, sondern nochmal ein gutes Viertel den Steilhang runter, quasi auf der Stelle umdrehen, dann hat sie eine gerade 70cm Felsstufe gerade mal nen halben Meter vor dem Vorderrad, zwei Meter weiter Oben kommt noch eine zweite Stufe dazu. WOW! Die Jule macht das mit Bravour, während ich mit das Unvorstellbare vorzustellen versuche.

    Dabei wandern meine Gedanken zwei Jahre zurück, als ich meinen ersten Südklassik-Lauf in Freising mitgefahren bin – mit knapp einem halben Jahr Praxis (inklusive Winterpause) quasi ein absoluter Trialanfänger. Damals war es ein weit weniger steiler und langer Hang, den es schräg hochzufahren galt und dabei mussten ein paar Tore bewältigt werden. Der Untergrund war trockene, rollige Erde und mit meinem damaligen Können schon etwas, wofür ich mich konzentrieren musste. Ein paar Freunde waren gekommen, um sich anzusehen, wie ich mich mache in der neuen Sportart. Gerade als sich bei mir ein leichten Glücksgefühl einschleicht, höre ich aus deren Ecke: ‚Na ja, ein Sport für Rentner‘.
    Gut, ich bin weder auf einen Überseecontainer gesprungen, noch habe ich artistische Kunststücke vollbracht. Beim Klassiktrial geht es da meist unspektakulärer zu. Ein wneig unverstanden gefühlt habe ich mich trotzem.
    Wenig später – ich hatte die ‚Lästerer‘ mal zu einem Schnuppertraining auf meinen Moppeds eingeladen – kam dann auch bei ihnen die Erkenntnis, dass es nicht so einfach ist, wie es aussieht, auch wenn man viel Motorraderfahrung auf der Straße und/oder auf der Enduro hat.
    Jörg ist dann im Jahr darauf sogar den Südklassik-Lauf in Freising mitgefahren und hat sich selbst davon überzeugt, dass Wettbewerb nochmal ne andere Sache ist als freies Training.

    Ich fahre nun die dritte Saison, wobei ich wenig Zeit zum Training und auch nur wenige Gelegenheit an Wettbewerben teilzunehmen habe. Zeit für ein erstes Resümee:
    Die Tatsache, dass ich früher Enduro-Rennsport betrieben habe und seit über 35 Jahren Enduro fahre, erweist sich hier eher als Fluch als ein Segen. Umgekehrt wäre besser, wie man an der Weltspitze der Enduro-Profis sehen kann, die alle ursprünglich auis dem Trial-Lager kommen. Es fällt mir schwer, den Enduro-Stil bei meiner Fahrtechnik abzuschalten, weshalb es immer noch eine Herausforderung darstellt, im Steilhang enge Kehren zu fahren oder eine Stufe ohne Anlauf zu nehmen.
    Ich habe auch erst mit 53 Jahren begonnen und mir ist schnell klar geworden, dass ich nie eine Konkurrenz für einen Toni Bou sein werde. Muss ich auch gar nicht mehr. Ich freue mich mit jedem, der besser fährt als ich und damit steh ich nicht alleine da. Trialsport ist anders als der Motorsport, den ich sonst so kenne. Da fährt einer in der Sektion und die Wettbewerbsgegner schauen von außen zu. Wenn der die Sektion fehlerfrei fährt, bekommt er Beifall von seinen Konkurrenten. Nicht selten habe ich schon Tipps von den Konkurrenten bekommen, wie ich eine Passage möglichst optimal fahre, um fehlerfrei zu bleiben.
    Für mich zählt nicht so sehr, welchen Platz ich im Wettbewerb erreicht habe, sondern vielmehr, ob ich meine Fahrtechnik verbessern konnte. Die Wettbewerbe sind eher spezielle Trainings für mich, wo die Spur durch die Pfeile und Begrenzungen vorgegeben ist und wo ich nicht nur immer wieder die gleichen Hindernisse im Vereinsgelände fahre.

    Mittlerweile ist mir die rote Spur eher zu leicht, der Sprung in die schwarze, die ich mir heute noch nicht zutraue, kommt unweigerlich, wenn ich mich weitert verbessern will. Aber ich habe es nicht eilig. Lieber ausgiebig die Technik optimieren als – egal wie – übers Hindernis kommen.

    Ist Trial nun ein Sport für Rentner?

    Ich würde sagen, Trial ist ein Sport für jede Altersgruppe – auch für Rentner. Wegen der geringen Geschwindigkeit in den Sektionen ist das Verletzungsrisiko deutlich geringer als in anderen Motorrad-Kategorien, es schult das Gleichgewicht, perfektioniert die Koordination von Kupplung, Gas und Bremse. Die erforderlichen, präzisen Bewegungsabläufe trainieren den kompletten Bewegungsapparat und das Gehirn.
    Das Imageproblem – weshalb diese Sportart noch immer eher ein Nischen-Dasein führt – fußt eher auf Unkenntnis. Ich muss zugestehen, dass ich selber in jungen Jahren sowohl bei Trial- als auch bei Motocross- und Enduroveranstaltungen zugeschaut habe und mich dann für den (aus meiner sicht) spektakuläreren Endurosport entschieden habe. Könnte ich heute das Rad der Zeit nochmal zurück drehen, würde ich mich anders entscheiden. Ich bin überzeugt, dass ich mir damit so manche schmerzhafte Erfahrung erspart hätte.
    Wie bei jedem Sport gilt auch hier: Ohne Fleiß kein Preis. Die Intensivität meines Trainings macht sich in den Wettbewerbsergebnissen bemerkbar. Trotz jahrzehntelanger Enduro-Erfahrung hatte ich beim Trial von Anfang an eine sehr steile Lernkruve, die sich wiederum im Enduro-Einsatz auszahlt. Beim Trial sind die Bewegungsabläufe sehr Komplex und laufen in Sekundenbruchteilen ab, die fehlende Geschwindigkeit macht das Motorrad instabil, was durch ein ausgeprägtes Balancegefühl kompensiert werden muss. Schon nach wenigen Traniningseinheiten nimmt man erst durch den  Muskelkater am Tag danach bewusst wahr, wie viele Muskeln zusammenspielen müssen, um die Balance herzustellen und zu halten oder den Bewegungsablauf durchzuführen.

    Einstieg in diesen Sport

    Wer gerne mal reinschnuppern möchte, den empfehle ich, den nächstgelegenen Trialverein aufzusuchen. Oft werden dort Schnuppertrainings auf Leihmotorrädern angeboten. Wer im Netz nicht fündig wird, der findet sicher Ankündigungen von Trialwettbewerben. Die Fahrer freuen sich immer über Zuschauer und darüber, wenn man sie auf ihren Sport anspricht. Alternativ kann man auch eine Trialschule besuchen. Hier kann ich z.B. den Elmar Heuer empfehlen, der Tages- und Zweitageskurse fast überall in Deutschland anbietet, auf eigenen oder von ihm zur Verfügung gestellten Motorrädern. Selbszt die Ausrüstung kann man sich dort ausleihen.
    Diese Kurse eignen sich auch für jemanden, der vorher noch nie auf einem Motorrad gesessen ist, einen Führerschein braucht man ebenfalls nicht.

    Wer dann Blut geleckt hat, der wird im Trialsport ein erschwingliches Hobby finden. Gute gebrauchte Maschinen fangen bei ca. 1.500€ an, Neufahrzeuge gibt es ab ca. 5.000€. Dazu ein Helm, ein paar Trielstiefel, ein paar Handschuhe und optional einen Rückenprotektor.
    Auch die Wartungskosten sind sehr überschaubar. Die Reifen halten (bei den Amateuren) mehrere Saisons, ansonsten braucht es regelmäßige Ölwechsel und routinemäßige Kontrollen. Schlimmstenfalls müssen Sturzschäden repariert werden, was sich in der Regel auf gebrochene Kunststoffteile beschränkt.

    Auch die Teilnahme an Wettbewerben ist kostengünstiger als bei anderen Motorradsportarten. Durchschnittlich 20 Euro Startgebühr wird aufgerufen, dazu benötigt man noch eine Tagesversicherung (2,50€) oder eine Lizenz (in der die Versicherung schon enthalten ist.
    Bei einem Ein-Tages-Wettbewerb verbrauche ich zwischen 2 und 3 Liter Treibstoff. Der Fahrer ist hier deutlich durstiger als das Motorrad 😉

    Die Umwelt

    Im Vergleich zu Enduro und MotoCross benötigt der Trialsport viel weniger Platz, die Motoren sind leise und die speziellen Trialreifen hinterlassen kaum Flurschäden. Der geringe Treibstoffbedarf und auch die zunehmende Entwicklung bei den Elektro-Trial-Motorrädern (Reichweite ist hier kein Kriterium) machen den Trialsport zu einem der umweltbewussteren Motorradsportarten.

  • Treia etapă – dritter Arbeitseinsatz Rumänien 2017

    Tracking der ‚Treia etapă‘-Tour nach Rumänien 2017

  • Unterkunft in Rumänien

    Hier trage ich Unterkunftsmöglichkeiten in Rumänien ein, die ich kenne oder selber genutzt habe. Die Beschreibung gibt meinen persönlichen Eindruck während meines Besuches wieder und kann deshalb weder aktuell noch repräsentativ sein.

    Cincu – Großschenk


    https://www.airbnb.de/rooms/19656788


    Dealul Frumos – Schönberg


    In der Pensiune Elisabetha war ich schon häufig untergekommen. Es gibt einfache Doppelzimmer mit Dusche und welche über zwei Ebenen, wo sich unten eine Art Wohnzimnmer und ein Bad und im Obergeschoss ein Schlafzimmer mit Balkon und Blick auf das Tal von Schönberg und das Fagarasgebirge im Hintergrund befinden.

    Das Essen ist wirklich lecker, die Auswahl groß. Der Manager spricht englisch, ebenso ein Teil des Personals. Ein Schwimmbad gibt es dort auch, das habe ich aber bisher nie besucht.
    http://www.centrultarii.ro/


    Făgăraș – Fogerasch


    Die Pensiunea Onix liegt direkt an der Hauptstraße, die durch den Ort führt, ziemlich am Ortseingang von Sibiu aus kommen. Das tut dem Aufenthalt aber keinen Abbruch. Parken kann man hinter dem Haus, ein Restaurant befindet sich im Kellergeschoss. Das Gebäude selbst ist ein Herrenhaus im Brâncoveanu-Stil. Es ist einfach und preisgünstig.

    Adresse: Str. D-na Stanca, Nr. 78, 505200 Făgăraş. +40 740 547 678


    Das White House liegt etwas weiter Richtung Ortsmitte, direkt vor dem ersten Kreisverkehr auf der rechten Seite. Parken kann man auch hier hinter dem Haus, das Haus ist relativ neu und modern ausgestattet. Typisch rumänisches Frühstück im Retaurant im Erdgeschoss. Bei meinem Besuch war das Restaurant jedoch nur zum Frühstücken geöffnet.

    Adresse: Doamna Stanca, Nr. 61, 505200 Făgăraş. +40 724 010 130


     

  • Vergilbte Scheinwerfergläser aufbereiten

    Bei meinem MPV waren beim Kauf die Scheinwerfer blind. Nicht nur, weil das TÜV-relevant ist, sondern weil ich auch denke, dass dies eine spürbare Einbuße bei der Lichtausbeute darstellt, habe ich mich entschlossen, das Thema anzugehen. Neukauf scheidet schon mal aus, für zwei neue Scheinwerfer kriege ich fast das ganze Auto. Gebraucht kaufen ist auch keine Option, weil die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass die ähnlich aussehen. Also habe ich mich mal schlau gemacht, was es für Möglichkeiten gibt, die Scheinwerfer aufzuarbeiten.

    Im Netz findet man viele Lösungsvorschläge dazu. Von fertigen Sets in allen Preissegmenten bis hin zu komplett selber machen ist alles im Programm. Und das meiste arbeitet nach dem gleichen Prinzip: Die Steuscheiben der Scheinwerfer werden mit verschiedenen Schleifpapieren behandelt, bis die Vergilbungen bzw. der stumpfe Bereich abgetragen ist, danach wird die Scheibe wieder glatt poliert und im besten Fall noch versiegelt.

    Ich habe mich für das Presto 365171 Scheinwerfer Aufbereitungs-Set entschieden. Das Set beinhaltet

    • je 4 Streifen Nass-Schleifpapier in den Körungen 2000, 3000 und 5000
    • eine Tube (50 Gr.) ‚Headlight Restorer‘ (Polierpaste)
    • einen kleinen Schleifklotz
    • mehrere Poliertücher
    • eine kleine Flasche (30 Gr.) Pumpspray mit ‚Lens Sealer‘ (Nano-Versiegelung)
    • Eine Arbeitsanleitung in verschiedenen Sprachen und Skizzen gehört auch noch dazu.

    Je nach Anbieter kostet das Set ca. 15 €.

    Vorgehensweise

    Zuerst klebt man die umliegenden Bereiche zum Schutz vor Kratzern mit Klebeband ab. Danach werden die Scheinwerfer gründlich gereinigt. Dann beginnt man, mit einem Schleifpapier 2000er Körnung in waagrechten Bewegungen die Steuscheibe anzuschleifen. Das Schmirgelpapier und die Streuscheibe dazu nass machen.
    Bei mir war die Vergilbung schon nach wenigen Schleifbewegungen weg, nur die angerauhte Oberfläche hat länger gedauert.

    Scheinwerfer Istzustand
    Scheinwerfer Istzustand

    Wenn die Oberfläche gleichmäßig ist, dann die Streuscheibe gut mit Wasser abwaschen und zum Schleifpapier mit 3000er Körung wechseln. Diesmal werden die Schleifbewegungen senkrecht ausgeführt. Selbstredend, dass auch hier das Schmirgelpapier und die Steuscheibe nass sein muss.

    Scheinwerfer nach dem ersten Schliff
    Scheinwerfer nach dem ersten Schliff

    Die Prozedur wiederholt sich nochmals mit der 3. Körnung, diesmal 5000. Die Schleifrichtung wechselt wieder zu waagrecht. Wenn die Oberfläche der Steuscheibe gleichmäßig matt ist, dann wiederum gut abwaschen und trockenwischen. Nun kommt die Polierpaste zum Einsatz. Wer das Komplett-Set nicht kaufen will, der nimmt einfach Schleifpaste zur Lackaufbereitung. Letztendlich ist das nichts weiter als ein erneuter Schleifgang, nur mir viel feinerer Körnung. Die Schleifrichtung wechselt abermals zu senkrecht.

    Kräftig Aufdrücken beschleunigt den Prozess. So lange schleifen, bis die Streuscheibe wieder glänzt und vollkommen durchsichtig ist. Danach kann das Abklebeband abgenommen werden. Die Streuscheibe wird wieder gründlich gereinigt und vom Schleifrückstand befreit.

    Scheinwerfer fertig aufbereitet
    Scheinwerfer fertig aufbereitet

    An sich ist man jetzt schon fertig. Die mitgelieferte Nanoversiegelung soll den Scheinwerfer davor schützen, wieder zu vergilben. Das Mittel wird aufgesprüht und mit einem Lappen gleichmäßig verteilt. Danach lässt man es  10 Minuten antrocknen, bevor man das überschüssige Material mit einem Lappen aufnimmt. Wendet man die Versiegelung regelmäßig alle 2-3 Monate an, so soll das laut Hersteller dauerhaft vor erneuter Vergilbung bzw. Abstumpfen schützen. Das muss sich bei mir aber erst noch bestätigen.

    Alles in Allem habe ich für die beiden Scheinwerfer ca. eine Stunde benötigt.

     

  • Komm mit durch Rumänien 2013

    Die schönsten Reisen durch das facettenreiche Land

    Zwischen 1970 und 1990 ist in Rumänien die Buchreihe ‚Komm mit!‘ erschienen. Sie enthielt Beiträge zu touristisch attraktiven Zielen, Wanderbeschreibungen, Kletter-, Bade- Kanutouren und auch viele Beiträge zu Sehenswürdigkeiten oder kulturellen Besonderheiten des Landes. Zur Zielgruppe zählte nicht nur die Deutschspachige Minderheit in Rumänien. Diese Büchlein waren auch ein Ideengeber für deutschsprachige Besucher aus dem Ausland.

    Ich bin zufällig bei Internetrecherchen über diese Buchreihe gestolpert und fand die so interessant, dass ich mir im Lauf der Zeit alle Büchlein (bis auf eines) besorgt habe. Für mich als Individualreisenden eine Fundgrube, gerade zu Zielen, die in den aktuellen Reiseführern nicht mehr zu finden sind.

    2013 ist eine erste Ausgabe des neuen ‚Komm mit durch Rumänien‘ erschienen – auch diesmal habe ich das bei Recherchen im Netz erfahren. Vom Format her ist es etwas größer, die Druckqzualität ist bei weitem besser und es beinhaltet auch viel mehr Bilder. Das Buch war in erster Linie als Prämie für Neu-Abonennten der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien gedacht und nicht für den Verkauf bestimmt. Einzelne Exemplare haben dennoch den Weg in den Buchhandel und so auch zu mir gefunden.

    Weitere Ausgaben des ‚Komm mit durch Rumänien‘  sind angedacht, einen jährlicher Rhythmus wie bei den alten Büchlein wird es jedoch nicht geben.

    Was mir im Vergleich zu den alten Ausgaben sehr gut gefällt: Das Buch ist strukturierter aufgebaut. es hat an den linken und rechten Seitenrändern ein Register, mit dem die einzelnen Rubriken sehr einfach zu finden und voneinander abzugrenzen sind. So muss man jetzt nicht mehr das Inhaltsverzeichnis bemühen, was in den alten Ausgaben für mich auch nicht immer hilfreich war, denn die deutschen Begriffe findet man heute kaum mehr auf den Karten. So wurde z.B. in den Karten immer wieder der Königstein erwähnt und es hat ein wenig gebraucht, bis ich diesen als Piatra-Craiului identifiziert habe und so der Region Siebenbürgen zuordnen konnte. Gerade, wenn man sich in einer Region aufhält und nach Informatioinen im Reiseführer suchen möchte, bewährt sich die Kennzeichnung am Seitenrand.

    ‚Komm mit durch Rumänien‘ unterscheidet sich deutlich von anderen Reiseführern. Aus meiner Sicht, im positiven Sinn. So will das Buch nicht vollständig sein. Man findet nicht umfassende Berichte über ganz Rumänien, sondern vielmehr Berichte unterschiedlicher Autoren zu einzelnen Regionen Rumäniens. Eigentlich sind es eher Reiseberichte, kein klassischer Reiseführer. Die Berichte wurden verfasst von 12 Redakteuren, zwölf unterschiedliche Schreibstile machen das Buch lebendig. Manche von diesen Berichten sind eher sachlich gehalten, andere Autoren erzählen eine emotionale Geschichte, beschrieben die Momente, die Rumänien so einzigartig machen und geben einen Vorgeschmack darauf, was den Reisenden erwarten kann – wenn er sich darauf einlässt. Das Buch beschreibt die Menschen und ihre Geschichten in Rumänien. Wer eintauchen will in dieses wunderschöne Land, der findet mit ‚Komm mit durch Rumänien‘ die ideale Basis.


    Inhaltsverzeichnis

    Rubrik Titel Verfasser Seite
     Allgemeines  Das UNESCO-Welterbe in Rumänien  Nina May  6
     Radeln, Rudern und Reiten…  Nina May  9
     Rumänien als Ökotourismus-Puzzle  Nina May  12
     Ökotourismus für Kinder  Nina May  14
     Die Nationalparks in Rumänien  Dr. Klaus Fabritius  17
     Rumänien, Land der Mythen und Sagen  Raluca Nelepcu  21
     Zu Besuch bei George Enescu   Christine Chiriac  23
     Walachei  Bukarest- mal von oben   Nina May  27
     Das Nonnenkloster Stavropoleos   Aida Ivan  32
     Hic svnt leones: die literarische Karte Bukarests   Aida Ivan  35
     Die Kinderferienoase mitten in der Hauptstadt   Nina May  38
     Das Kloster von Snagov   Nina May  40
     Das kleine Trianon   Aida Ivan  43
     Ausflug zu den Schlammvulkanen   Nina May  46
     Folklore und Geodiversität in Buzau   Aida Ivan  49
     Schloss Peles in Sinaia   Andreea Oance  52
     Die Cule von Maldaresti   Nina May  56
     Skiparadies Ränca   Raluca Nelepcu  59
     Transalpina Ski-Resort   Raluca Nelepcu  61
     Siebenbürgen  Fußgängerzonen in der lnneren Stadt von Kronstadt   DieterDrotleff  64
     Museum Stefan Baciu in Kronstadt   Ralf Sudrigian  66
     Die erste rumänische Schule in Kronstadt   Hans Butmaloiu  69
     Aktivurlaub im Nationalpark Königstein   Ralf Sudrigian  72
     Die Törzburg   Andreea Oance  75
     Sächsische Kirchenburgen im UNESCO-Welterbe   Nina May  78
     Wehrkirchen im Szeklerland   Holger Wermke  84
     Ein Spaziergang durch Schäßburg   Hannelore Baier  88
     Das einstige Weinland im Tal der Kleinen Kokel  Holger Wermke  93
     Mediasch: Kirchenburg mitten in der Stadt  Hannelore Baier  97
     „Hügelgräber‘ im Harbachtal  Holger Wermke  101
     Von Hirtendörfern und Gräfenburgen  Holger Wermke  103
     Das Eishotel vom Bulea See  Holger Wermke  109
     Hermannstadt – die rote Burg am Zibin  AndreyKolobov  112
     Das Freilichtmuseum im Jungen Wald  Hannelore Baier  117
     Das kleine Meer bei Hermannstadt  Hannelore Baier  120
     Albota – einfach die Seele baumeln lassen  Nina May  123
     Die Lipizzaner von Sambata de Jos  Dieter Drotleff  125
     Die Salzhöhle von Thorenburg  Andreea Oance  127
     Sovata – Nomadenleben und Baden  Nina May  130
     Geheimtipp Saratel – „Badekurort“ für Camper  Nina May  133
     Die Steinkreise der Daker in Sarmizegetusa Regia  Nina May  136
     Dakerfestungen Piatra-Rosie und Banita  Nina May  139
     Gestohlenes Dakergoid in alle Welt verstreut  Nina May  142
     Die Dakerfestung Capalna  Nina May  143
     Das lebende Museum von Laz  Nina May  146
     Die Bärenhöhle  Raluca Nelepcu  148
     Banat  Maria-Radna-Kirche wird renoviert  Raluca Nelepcu  152
     Wochenendtourismus auf dem Semenic  Raluca Nelepcu/A. Oance  154
     Franzdorf: Wenn Schneekanonen den Tag retten  Raluca Nelepcu  156
     Maramuresch  Wo hölzerne Wände Geschichten flüstern  Nina May  160
     Gedenkstätte in Sighetu Marmatiei  Andreea Oance  169
     Bukowina  Auf den Spuren von Stefan dem Großen  Nina May  174
     Das Kloster Sucevita  Nina May  178
     Casa Felicia oder das grüne Netz  Nina May  181
     Lucia Condreas ovales Universum  Nina May  182
     Das Geheimnis der mystischen bunten Klöster  Nina May  186
     Wo die Häuser Hemden tragen  Nina May  191
     Dobrudscha  Von Tulcea aus das Donaudelta entdecken  Nina May  198
     Wilde Pferde und schwimmende Inseln  Nina May  201
     Älteste Märtyrerkrypta in der Dobrudscha  Nina May  204
     Rowmania – das Delta mit dem Ruderboot erobern  Nina May  206
     Das archaische Dorf Sfantu Gheorghe Aida Ivan  208
  • Funktionsprinzip des Vergasers

    Hier sammle ich Videos, die meiner Meinung nach das Funktionsprinzip des Vergasers anschaulich präsentieren. Viel zu oft erlebe ich, dass man einfach mal an den Einstellschrauben dreht, wenn das Motorrad nicht so läuft, wie es soll. Ohne jedoch zu wissen, wie ein Vergaser funktioniert und was die einzelnen Einstellelemente für eine Wirkung im Gesamtsystem haben.

    Fundierte Kenntnisse sind unabdingbare Voraussetzung, bevor man die Einstellschrauben in Angriff nimmt !

    Bei der DR350 kommt standartmäßig ein Gleichdruckvergaser zum Einsatz, nur in der amerikanischen Version wurde hier ein Flachschiebervergaser eingesetzt. Die XT500 hat einen (Rund)Schiebervergaser, die XT550 und die XT600-Modelle haben einen Registervergaser. Das sind an sich zwei Vergaser nebeneinander, der Primärvergaser (links) ist ein Schieber- der Sekundärvergaser ein Gleichdruckmodell. Der Registervergaser hat quasi einen doppelt so großen Einlassquerschnitt, der sich durch ein ausgeklügeltes System präzise anpassen lässt, so dass die großvolumigen Einzylinder für jeden Drehzahlbereich die optimale Menge Benzin-Luft Gemisch bekommen.

Reisen ist besonders schön, wenn man nicht weiß, wohin es geht.

Aber am allerschönsten ist es, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt.   

(Laotse)

Mit dieser Weisheit möchte ich Dich auf meiner Seite begrüßen. Seit ich

denken kann, war das Fernweh in mir, und mindestens ebensolange genieße

ich es, meine Umwelt mit Zweirädern jeglicher Coleur zu er-fahren und auf

meine eigene Weise kennen zu lernen.

Braucht es noch eine Reiseseite mehr, wird sich der ein oder andere fragen? Ich denke ja, denn nicht jeder Fernweh-Geplagte hat die Möglichkeit, alles hinter sich zu lassen und seine persönliche Weltreise zu machen.
Diese Seite beschreibt kleine Auszeiten, für den schmalen Geldbeutel oder den kurzen Urlaub. Auch so kann man die Welt für sich neu entdecken, Abenteuer erleben, andere Kulturen erleben und die Seele auftanken. Von daher eine Seite, die die Lücke zu den Fernreise-Seiten schließen soll.
Fred Fiedler