RodCNC – Teil 1

Noch eine Fräse?

Nachdem ich mir im letzten Jahr die MPCNC nachgebaut habe, wurde mir bewusst, dass ich die doch recht groß ausgelegt habe.
Nicht, dass ich die Größe nicht brauchen könnte, aber manchmal wäre eine kleinere eben gut, um mal schnell was draufzulegen.

Bevor ich mich für die Primo entschieden hatte, habe ich mir auch noch ein paar andere Fräsen angeschaut, dabei war auch die Dremel-CNC.
Die ist im Prinzip so klein, dass man sie als Zweitfräse aufbauen könnte und einen Dremel hätte ich eh im Werkzeugschrank.
Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die recht schmalen Portalwagen und die X-Halter empfand ich für den von mir geplanten Einsatz ziemlich schwach dimensioniert.

Aber – wie auch bei der MPCNC – gibt es jede Menge modifizierte Modelle und so habe ich eine gefunden, die mir gefällt:

Die RodCNC

Die habe ich auf Thingiverse gefunden: https://www.thingiverse.com/thing:5168362  und sie hat mir auf Anhieb gefallen.
Die Y-Ecken klammern sich auf die Grundplatte, sie werden durch die Platte geschraubt, die Portalwangen sind stabiler ausgeführt als die vom Original und die Z-Achse ist für eine 500W Spindel ausgelegt, die ich in der Bastelkiste liegen habe.
Arduinos und das passende CNC-Shield dazu habe ich auch in der Bastelkiste, ebenso wie die DRV8825-Treiber, sogar eine Meanwell-Netzteil findet sich dort, so dass einiges Verwendung finden kann und der Geldbeutel geschont wird.
Schrittmotoren hätte ich auch hier liegen, die haben aber nur 34Ncm, weshalb ich mir bei Stepperonline welche mit einem höheren Haltemoment bestelle.
Was mir auch gefällt: Die RodCNC ist für anti-Backlash-Muttern für die Gewindespindeln ausgelegt – das Umkehrspiel wird damit vernachlässigbar.
Es sind Endschalter an der 0-Position vorgesehen.

Meine Modifikationen

Schon vor dem Aufbau habe ich mir überlegt, was ich alles ändern möchte:

  • statt der Linearkugellager LM12UU werde ich wartungsfreie Gleitlager von IGUS einsetzen (R-RJ4JP). Das hat sich schon bei meinem Eigenbau 3D-Drucker bewährt.
  • Als Grundplatte werde ich eine 21mm Siebdruckplatte verwenden. Patrick Lapointe hat mir dafür die STL-Dateien angepasst und auch bei Thingiverse hochgeladen. Vielen Dank dafür!
  • Ich werde einen Not-Aus vorsehen
  • das Gehäuse für das Netzteil der Spindel werde ich so anpassen, das mein Meanwell-Netzteil auch noch mit rein passt.
  • optional werden ich anstatt des Arduino Uno mit CNC-Shield ein Tillboard einsetzen, um mehr Möglichkeiten für Endstops und das Ansteuern der Spindel bzw. die Drehzahlregelung über die Software zu haben.
  • Die Portalwangen, die Z-Achse, den Spindelträger und die vier Y-Ecken drucke ich mit 55% Infill und aus PETG, um möglichst viel Stabilität rein zu bekommen.

Soweit die ersten Überlegungen. Wie alle meine Projekte ist auch dieses hier ein lebendes Projekt, es kann also sein, dass ganz am Ende auch ganz was anderes herauskommt 😉

Anders als bei der MPCNC werde ich diesmal die Druckkosten, die Druckzeit und auch die Materialkosten erfassen – damit ich am Schluss auch eine Übersicht darüber habe, was ich in die Fräse investiert habe.
Für den ein oder anderen Besucher meiner Webseite könnte das ja auch interessant sein, bei der Entscheidungsfindung für den Bau der eigenen Fräse.

Jetzt wird erstmal gedruckt – weiter geht es im – zweiten Teil – .