
Ich wünsche Dir ein friedliches Jahr 2025.
Ich wünsche Dir im neuen Jahr viel Gesundheit und viele unvergessliche Momente, die Dein Leben bereichern und es besonders machen..
Seit vielen Jahren ist das Bild einer Brücke Bestandteil meiner Neujahrswünsche.
Die Brücke, die ich diesmal ausgewählt habe, habe ich im August dieses Jahres gefunden. Sie steht in Norwegen und – auch wenn sie auf den ersten Blick marode aussieht – ist die relativ neu gebaut. Nebenan findet man noch die Fundamente der vorherigen Brücke.
Ich ging über die Brücke, sah die alten Fundamente und habe mir überlegt, weshalb man eine neue gebaut hat, anstatt die alte zu reparieren/zu erneuern?
Manchmal ist eine alte Brücke wie eine Freundschaft, die viele Jahre überstanden hat – sie trägt Erinnerungen und Geschichten, aber auch Risse und Spuren der Zeit. Du kannst versuchen, die Risse immer wieder zu flicken, doch irgendwann merkst du, dass die Brücke nicht mehr dieselbe Stabilität bietet.
Anstatt alle Energie in die Reparaturen zu stecken, ist es manchmal besser, daneben eine neue Brücke zu bauen – eine, die auf frischen Fundamenten steht, ohne die Last der Vergangenheit. Die alte Brücke bleibt als Erinnerung bestehen, aber die neue eröffnet einen leichteren, klareren Weg in die Zukunft.
Im letzten Jahre habe ich von der Brücke in Voila erzählt, wie der Bau immer wieder verzögert und wie sie schließlich gesprengt wurde. Mittlerweile sind die Fundamente erneuert und die Stahlbögen, die der neuen Brücke ihre Stabilität gibt, sind auch bereits an Ort und Stelle. Der Umweg, den man machen mussten um den Olt zu überqueren, wird bald nicht mehr notwendig sein. Die neue Brücke mit den neuen Fundamenten wird dann für viele Jahrzehnte wieder Begegnungen ermöglichen – ich freu mich drauf!
Die Brücke auf dem diesjährigen Bild habe ich während eines Roadtrips durch Südnorwegen entdeckt. Nach all den Jahren, in denen ich meinen Urlaub größtenteils in mein Projekt in Cincu gesteckt habe, ging es diesmal in die andere Richtung.
Ein neuer Erdenbürger hat das Leben unserer Jungen dort ein wenig auf den Kopf gestellt, Elisabeth hat schon mehrfach ihre Aufwartung gemacht, bis auch ich im August die Möglichkeit dazu hatte. Es war eine schöne Zeit.
Den Rückweg haben wir dann mit eben diesem Roadtrip gemacht, mit einem Fahrzeug, dass hoffentlich unser Reisegefährt für unseren Unruhestand wird. Wie man es von uns kennt, war das auch mal wieder ein Abenteuer.
Wäre ja zu einfach, einfach ein Fahrzeug in Deutschland, oder wenigstens in der EU zu besorgen 😉 Der EU-Import ist schon eine Sache für sich. Aus Norwegen gleich zweimal, denn da gibt es kein Ausfuhrkennzeichen wie bei uns.
Viel Zeit und Energie im Voraus, viele Telefonanrufe, etliche Stunden beim Zoll in verschiedenen Ländern, ebenso beim TÜV und bei der Zulassungsstelle. Nicht zu vergessen die Arbeiten in der Werkstatt für einige Reparaturen und Ausbauten.
Letztendlich war es dann aber einfacher als gedacht – das Glück ist mit den Mutigen.
Es wird noch ein paar Projektschritte geben, bis unser Norweger all das hat und kann, was wir uns so vorstellen, aber wir sind auf einem guten Weg.
In Rumänien ging es aber auch wieder voran. Im September sind wir eingezogen. Ich habe ja auch schon vorher drin geschlafen, aber ein Zuhause wird es dann, wenn die Frau des Hauses auch dort schläft 😉
Natürlich bin ich noch lange nicht fertig, aber wir haben in diesem Jahr einen großen Meilenstein erreicht. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch nochmal an unsere Freunde und Nachbarn Monica und Martin, die uns bisher ihre Wohnung in Fagaras zur Verfügung gestellt haben. Es war uns eine sehr große Hilfe!
Motorradfahren kam in diesem Jahr etwas zu kurz – noch weniger als im Jahr davor. Als Schiedsgericht und Fahrtleiter war ich in diesem Jahr bei den zwei Veranstaltungen meines Vereins aktiv und zum Jahresende habe ich die erste Prüfung zum Umweltbeauftragten absolviert.
Beruflich hat sich auch vieles verändert. Einen großen Teil der Aufgaben, für die ich über mehr als 20 Jahre verantwortlich war, habe ich an ein externes Unternehmen abgegeben. So ganz abgenabelt bin ich noch nicht, ich werde immer wieder gebucht, wenn es irgendwo zwickt. Damit mir nicht langweilig wird, habe ich mir neue Aufgaben gesucht, meinem Leitspruch folgend: Man soll nie aufhören anzufangen und nie anfangen aufzuhören 😉
Es war wieder ein besonderes Jahr für mich, manchmal anstrengend, aber auch eines, das mir neue Wege gezeigt, neue Perspektiven eröffnet und ein neues Kapitel in mein Buch geschrieben hat. Mir hat es mal wieder deutlich gemacht, dass manches nicht so selbstverständlich ist, wie man es manchmal wahrnimmt.
Euch, die ihr in diesem Jahr ein Stück meines Weges mit mir gegangen seid, möchte ich Danke sagen! Allen, mir Kraft gegeben, mich unterstützt haben und auch denen, die sich von mir motivieren ließen. Ihr seid Klasse!
Ich freue mich auf euch im neuen Jahr 2025!